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Ruhr-Epileptologie
Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
In der Schornau 23-25
44892 Bochum
 

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Die Ruhr-Epileptologie

 

Die Ruhr-Epileptologie – klinisches Spektrum

Die Ruhr-Epileptologie ist das Epilepsiezentrum der Ruhr-Universität Bochum. Sie bietet als Partner der niedergelassenen Neurologen und Kinderärzte Patienten mit Epilepsien und anderen anfallsartigen Erkrankungen ein umfassendes Spektrum diagnostischer und therapeutischer Methoden.

Ambulanzen

Allgemeine Epileptologische Ambulanz
Die Ruhr-Epileptologie bietet unter Leitung von Prof. Wellmer eine Allgemeine Epileptologische Ambulanz für Patienten ab dem 18. Lebensjahr an. Unter der Fragestellung möglicher epilepsiechirurgischer Eingriffe können auch Jugendliche ab 15 Jahren auf Überweisung eines Kinderarztes ambulant betreut werden.

Im Rahmen der ambulanten Betreuung erfolgen die Differentialdiagnostik anfallsartiger Erkrankungen, die syndromale Zuordnung von Epilepsien und die Beratung bzgl. der medikamentösen und nicht-medikamentösen (z.B. operativer) Therapiemöglichkeiten epileptischer Anfälle. Besondere Schwerpunkte sind komplizierte Behandlungskonstellationen, wie z.B. schwer behandelbare Epilepsien und Schwangerschaft, antiepileptische Therapien bei Begleiterkrankungen oder Wechselwirkungen zwischen Medikamenten. Zur Differentialdiagnostik arbeitet die Ambulanz der Ruhr-Epileptologie mit Speziallaboren zusammen (z.B. zur genetischen Diagnostik, Stoffwechseldiagnostik).

Interdisziplinäre Epileptologisch-Neuroradiologische Ambulanz
Die Interdisziplinäre Epileptologisch-Neuroradiologische Ambulanz (IENA) bietet erstmalig in Deutschland die Möglichkeit einer epileptologisch geleiteten ambulanten Hirn-Bildgebung unter Verwendung eines 3-Tesla-Kernspintomographen und, bei Bedarf, einer computerisierten Analyse der Kernspin-Aufnahmen. Die Erstellung der Kernspintomographie unter Anleitung des Epileptologen erlaubt, die Aufnahmen unter Berücksichtigung aller Informationen aus EEG und Anfallsverlauf durchzuführen und auszuwerten. Daher sollte regelhaft zuvor eine Vorstellung des Patienten in der Allgemeinen Epileptologischen Ambulanz bzw. der Kinder- und Jugend-Epileptologischen Ambulanz erfolgen. Sämtliche Aufnahmen werden durch Neuroradiologen nachbefundet. Die IENA befindet sich wie die Ruhr-Epileptologie im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. Die Terminvergabe erfolgt über die Ruhr-Epileptologie unter 0234-299-3992.

Kinder- und Jugend-Epileptologische Ambulanzen
Die Abteilung für Neuropädiatrie der Klinik für Kinder und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef Hospital bietet unter der Leitung von Prof. Dr. T. Lücke eine epileptologische Spezialambulanz (Frau OÄ Dr. C. Thiels) für Patienten bis zum 18. Lebensjahr an. Schwerpunkte sind die syndromale Zuordnung der Epilepsien und die sich hieraus ergebenden Therapiekonzepte. Neben der klassischen Pharmakotherapie werden auch alternative Therapieverfahren wie die ketogene Diät durchgeführt. Eine besondere Expertise der Abteilung liegt auf dem Gebiet der metabolischen Epilepsien. Die Kinder- und Jugend-Ambulanz befindet sich an der Abteilung für Neuropädiatrie in der Universitätsklinik für Kinder und Jugendmedizin am St. Josef-Hospital, Bochum.

Studienambulanzen
Eine Studienambulanz für neue Medikamente gegen epileptische Anfälle besteht an der Ruhr-Epileptologie nicht.

Details zur Terminvereinbarungen in den verschiedenen Ambulanzen finden Sie hier.

Stationäres Behandlungsangebot

Stationäre Differentialdiagnostik anfallsartiger Ereignisse
Ein Schwerpunkt der Ruhr-Epileptologie ist die stationäre Differentialdiagnostik anfallsartiger Erkrankungen. Hierzu halten wir die gesamte nötige technische und personelle Ausstattung vor. Ein zentrales Element ist hierbei das Video-EEG-Monitoring. Die Registrierung der anfallsartigen Ereignisse, aber auch des EEGs zwischen diesen Episoden ist häufig der Schlüssel zur Diagnosestellung. Weitere Verfahren, die hier zur Anwendung kommen sind Verfahren zur Herz-Kreislauf-Diagnostik, neuropsychologische Testungen sowie weitere Verfahren, die durch die Klinik für Neurologie vorgehalten werden. .

Syndromale Epilepsiediagnostik
Gelegentlich lassen sich im ambulanten Rahmen keine zweifelsfreien Aussagen über die Art einer zugrundeliegenden Epilepsie machen (Beispiele: Herdepilepsie oder primär generalisierte Epilepsie; Stoffwechselstörungen; progressive Myoklonusepilepsie). Diese Fragestellungen können ebenfalls im stationären Rahmen beantwortet werden.

Prächirurgische Epilepsiediagnostik
Sind Anfälle im Rahmen einer Herdepilepsie medikamentös nicht hinreichend behandelbar, kann die Durchführung eines epilepsiechirurgischen Eingriffes erwogen werden. Hierzu muss mittels Aufzeichnung von Anfällen mit Video und EEG, einer hochqualitativen Kernspintomographie des Gehirns, einer neuropsychologischen Untersuchung sowie ggf. weiteren Verfahren wie EEG-Quellenlokalisation, PET (Positronenemissionstomographie) und SPECT (Single photon emission computed tomography) eine Abschätzung von Chancen und Risiken eines solchen Eingriffes vorgenommen werden. Alle diese Verfahren stehen zur Verfügung, ebenso die langjährige Erfahrung des Leiters der Ruhr-Epileptologie in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik.

Ist zur Bestätigung der Zone des Anfallsbeginns im Gehirn oder zur Abgrenzung funktionell wichtiger Hirnareale eine invasive prächirurgische Epilepsiediagnostik nötig, kann diese ebenfalls bei uns erfolgen. Die Implantationsplanung und -durchführung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Epilepsiechirurgen PD Dr. Marec von Lehe und Dr. Yaroslav Parpaley (Klinik für Neurochirurgie).

Stationäre Epilepsietherapie
Komplizierte medikamentöse Umstellungen müssen unter Umständen zum Schutz der Patienten, teils aber auch zur Überprüfung der Anfallshäufigkeit, im stationären Rahmen durchgeführt werden.
Darüber hinaus bietet die stationäre Therapie die Möglichkeit einer „Komplexbehandlung“ schwer behandelbarer Epilepsien, bei der neben einer medikamentösen Optimierung Verfahren wie die neuropsychologische Therapie, die Ergotherapie, die Physiotherapie, die psychologische Therapie und die sozialmedizinische Betreuung zur Anwendung kommen, um die Alltagsteilhabe der Patienten zu ermöglichen.

In der Regel findet vor der stationären Behandlung in der Ruhr-Epileptologie zunächst ein ambulanter Kontakt statt, um den Aufenthalt vorab gut planen zu können. In begründeten Fällen kann nach Rücksprache aber auch eine Aufnahme ohne vorherigen Ambulanzkontakt erfolgen.

Details zur Terminvereinbarung finden Sie hier.